Implantologie-Spezialist




Was ist ein Implantat?

Ein Implantat-Aufbau besteht aus mehreren Teilen:
  • dem Implantatkörper, einer künstlichen schraubenförmigen Zahnwurzel, die fest in den Kieferknochen eingebracht wird,
  • einem Verbindungsstück, das als künstlicher Zahnstumpf dient,
  • der „Suprakonstruktion“, einem auf dem Verbindungsstück aufgesetzter Zahnersatz in Form einer festen
    Einzelkrone oder festen Brücke.

Das Verbindungsstück wird außerdem als sichere Verankerung für herausnehmbaren Zahnersatz genutzt. Implantate ermöglichen uns heute, jeden einzelnen verloren gegangenen Zahn durch einen einzelnen künstlichen Zahn zu ersetzen, ohne die Nachbarzähne mit einzubeziehen. Der aufgesetzte Zahnersatz ist der einzige sichtbare Teil des Implantats und besteht meist aus einem modernen Keramikwerkstoff, der sich perfekt an die Umgebung anpassen lässt.
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Ist eine Implantation schmerzhaft?

Eine Implantation wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und ist in der Regel völlig schmerzfrei. Im Anschluss an die Operation kann es vorübergehend zu Schwellungen, leichten Blutungen und Wundschmerz kommen. Durch die Einnahme eines leichten Schmerzmittels lassen sich diese Beschwerden gut kontrollieren. Ein Implantationseingriff dauert im Durchschnitt 1 bis 2 Stunden.nach oben
Wie wird ein Implantat gesetzt?

Eine Implantation gliedert sich in der Regel in folgende Phasen: Planung/Vorbereitung, Implantation der Zahnwurzel, Einheilphase, Aufsetzen des endgültigen Zahnersatzes. Damit ein Implantat eingesetzt werden kann, muss das Gebiss vollständig saniert und entzündungsfrei sein und der Kieferknochen selbst ein ausreichendes Volumen aufweisen.

Zum Einsetzen des Zahnimplantates wird zuerst das Zahnfleisch an der gewählten Stelle geöffnet und ein kleines Loch in den Kieferknochen gebohrt. Anschließend wird die künstliche Wurzel vorsichtig in die vorbereitete Öffnung eingesetzt und das Zahnfleisch darüber wieder vernäht. Geschützt unter dem Zahnfleisch kann das Implantat während der anschließenden Einheilphase fest mit dem Kieferknochen verwachsen. Eine Woche nach der Implantation werden die Fäden entfernt. In der Regel dauert es weitere drei bis sechs Monate, bis ein Implantat vollständig eingeheilt ist und der endgültige Zahnersatz aufgesetzt werden kann. Dafür wird die Schleimhaut über dem Implantat mit einem kleinen Schnitt geöffnet und ein Verbindungsstück eingesetzt, das nun den gewünschten Zahnersatz trägt. Dies kann beispielsweise eine einzelne Krone, festsitzende Brücke oder auch herausnehmbarer Ersatz sein, der durch die Implantate einen sehr stabilen Halt bekommt. Das Ergebnis ist ein funktionell und optisch vollständiges Gebiss. Implantate gehören heute zu den Standardmethoden der modernen Zahnmedizin und werden in unserer Praxis routinemäßig durchgeführt.
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Vertrage ich Implantate?

Implantate bestehen aus Titan, einem sehr stabilen und gut verträglichen Werkstoff, der auch in anderen Bereichen der Medizin eingesetzt wird, z.B. bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken in der Orthopädie. In der Regel ist das Risiko einer Titan-Unverträglichkeit minimal. Eher sind es die Beschaffenheit des Kieferknochens und die allgemeine Gesundheit, die in seltenen Fällen eine Implantation in Frage stellen.
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Bezahlen die Krankenkassen Implantate?

Eine Implantation ist eine privatärztliche Behandlung, die von privaten Versicherungen weitgehend übernommen wird. Der Umfang eines möglichen Eigenanteils ist bei Privatversicherten abhängig von individuellen Vertragsvereinbarungen. Gesetzliche Krankenversich- erungen geben einen Teilzuschuss für den auf dem Implantat befestigten Zahnersatz in Form einer Krone oder Brücke, die sog. „Supra- konstruktion“.
Die Berechnung der Behandlungsgebühren erfolgt bei privat und gesetzlich Versicherten auf Grundlage der privaten Gebührenordnung der Zahnärzte (GOZ). Die Kosten einer Implantatbehandlung orientieren sich am individuellen medizinischen Befund und dem Umfang der anschließenden Zahnersatzversorgung. Wir erstellen Ihnen vor einer Implantation einen individuellen Behandlungsplan, den Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können, um einen genauen Überblick über den Umfang Ihrer möglichen finanziellen Eigenbeteiligung zu erhalten.nach oben
Wie lange hält ein Implantat?

Die Lebensdauer eines Implantats ist maßgeblich abhängig von einer sorgfältigen Mundpflege, professionellen Prophylaxe und regelmäßigen Nachkontrolle. Darüber hinaus bestimmen die Professionalität der Behandlung und die Beschaffenheit des Kieferknochens die Langlebigkeit eines Implantats. Umfangreiche Untersuchungen zeigen: die Lebensdauer von Implantaten entspricht denen von Kronen und Brücken, d.h. nach 10 Jahren sind noch 86% der Implantate vollkommen funktionstüchtig
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